Gründen Frauen erfolgreicher?

Autor: Beatrice Bendig / Datum: München, den 13.09.2019

/ Kategorie: Unternehmensberatung Existenzgründung Frauen 

 

Frauen müssen sich vor der Gründung genau überlegen, wieviel Kapital sie brauchen. Sowohl für die Gründung als auch für den privaten Gebrauch, denn immer noch erhalten Frauen kaum Kredite ohne die Mitunterschrift eines männlichen Geschäftspartners oder des Ehemanns. Laut der Verivox Studie liegt zu 61% die Kreditsumme bei 5.000 Euro. Wer mehr Geld benötigt braucht eine zweite Person, um bei den Kreditkonditionen 11% weniger Zinsen bezahlen zu müssen. 

 

Frauen entscheiden sich für die Entscheidungsfreiheit

 

Geradezu lächerlich erscheint das Prozedere für 5.000 Euro, wenn von der Gründerin im Übertragenen Sinn die Unterschrift vom Papa mitzubringen abverlangt wird.  FRAU & GRÜNDEN – scheint für Banken immer noch eine UNÜBERWINDBARE KLUFT darzustellen. Daher sparen Frauen vor der Gründung sich ein kleines Kapital an. Rechnen durch, welche monatlichen Belastungen vorhanden sind und was darüber hinaus noch auf sie und das Unternehmen zukommt. Raummiete, Nebenkosten, Personal. All dies wird vorher konzipiert, denn auch mit einem Ansparkapital von 25.000 Euro, ist der Grad des Erfolges recht schmal. 

Sicherheit geht bei Frauen beim Gründen immer vor

 

Daher ist es wenig verwunderlich, dass Frauen sich risikobewusst für eine Gründung neben der Vollzeitbeschäftigung entscheiden. Hier wird im ersten Schritt weiter Vollzeit gearbeitet und Schritt für Schritt der Markt – der Kundenbedarf – an Ihrem Produkt/Ihrer Dienstleistung durch die beginnende Auftragslage erarbeitet. Nach den ersten Gehversuchen mit dem eigenen Geschäft, folgt meistens eine Stundenreduzierung im Hauptberuf und dann nach einem Zeitraum von nur 12 Monaten der echte Schritt in die Selbständigkeit.

Frauen entscheiden sich zu schnell für falsche Gesellschaftsform

 

Gründerinnen nehmen vor der Gründung generell das Beratungsgespräch vom Steuerberater in Anspruch. Sachlich erfahren Frauen von den Möglichkeiten, die sie zur Unternehmensgründung haben. GmbH, GbR, OHG, UG, Partmbb und dem Einzelunternehmen. Mit dem Hintergrund, dass eine GmbH-Gründung eine Einlage von 25.000 Euro benötigt, die jedoch nicht voll eingelegt werden muss, wird im Ablauf der nebenberuflichen Gründung zu 97% das Modell Einzelunternehmen gewählt. Für eine nebenberufliche Gründung mag das kostenbewusst erscheinen, jedoch sollten Frauen in ihren Gedankenprozess generell einen möglichen Haftungsfall mit einbeziehen. Für risikobewusste Frauen ist dann oftmals die UG die passendere Gesellschaftsform mit allen Rechten und Pflichten.

Nebenberuflich gründen zeigt Kalkulationslücken auf

 

Das Einhalten von Fristen und Pflichten liegt Frauen im Blut. Daher wird auch der betriebliche Abschluss, die EÜR, sowie die Steuererklärung pünktlich beim Steuerberater abgegeben. Schon beim Erhalt der ersten Bescheide erkennen Frauen, dass von dem Erwirtschafteten kaum etwas übrig bleibt oder sogar noch schlimmer, erheblich nachbezahlt werden darf. Da Frauen sich überwiegend kreditfrei durch Eigenleistung finanzieren, erkennt die Gründerin sehr schnell, dass unsichtbare Kosten vorhanden sind und etwas an der praktizierten Kalkulation verändert werden muss, um stabile Einnahmen und Gewinne zu haben.

Schnelle Hilfe ist für Frauen logisch

 

Stereotyp oder nicht. Frauen haben gelernt, dass es immer klüger ist, sich schnell Hilfe bzw. Unterstützung zu holen. Auch, wenn zuerst im familiären Umfeld gefragt wird, ob jemand Abhilfe kennt, zeigt sich sehr schnell, wenn eine Gründerin zur Unternehmerin wird. Der Unternehmerin ist klar, dass sie nicht alles wissen braucht! Sie muss nur jemanden kennen, die es weiß. Und, weil Unterstützung auch bezahlbar sein muss, finden Frauen in 7 von 10 Fällen auch das passende Förderprogramm für den Mittelstand, das Ihnen ermöglicht im laufenden Betrieb eine Beratung über eine Förderung in Anspruch zu nehmen. Zwischen 50% bis 90% werden vom Bund für „Förderung unternehmerischen Knowhow“ vom Beratungshonorar übernommen. 

Ausgabenvorsicht und Kostenbewusstsein macht Frauen erfolgreicher

 

Keep it simple and small. Frauen, die wirklich einen Kredit bei der Bank erfragen und zugeteilt bekommen, verschulden sich im überschau- und abbezahlbaren Rahmen im Durchschnitt bis 50.000 Euro im klassischen Bankdarlehen. Männer hingegen starten bei 250.000 Euro mit Förderung, jedoch im überwiegenden Fall ohne Abwägen des Verlustrisikos und der Rückzahlungsverpflichtung. Banken sehen daher Frauen als die besseren Schuldner, obwohl sie die schlechteren Kreditkonditionen bekommen. Für Frauen macht es daher Sinn, Gewinne zu erwirtschaften, Rücklagen zu bilden, das Bankkonto zu füllen und wenn absolut kein Kreditbedarf besteht, da genügend Kapital vorhanden ist, einen Kredit nachzufragen. Fragt man den einen oder anderen Konzernchef, geben diese an, dass sie die besten Konditionen von der Bank erhalten haben, als sie die Bank nicht mehr brauchten. Als Strategie ist dieser Weg für die risikiobewusste Unternehmerin durchaus ein pflegbarer Insider, wobei dann die Bank irgendwann auch das stereotype Denken aufgeben müsste.

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