70% haben Angst vor dem Beratungsgespräch

Autor: Beatrice Bendig / Datum: München, den 23.08.2019

/ Kategorie: Unternehmensberatung Strategie

 

Ein bisschen mulmig darf es einem schon sein, wenn man einem Fremden etwas über die Probleme und Schwierigkeiten im Betrieb erzählt. Wenn man an den richtigen Berater kommt, ist die Angst vollkommen unbegründet. Kommt man jedoch an den falschen Berater fühlt sich der Beratungssuchende zu Recht in seinem Gedankengang bestätigt.

 

Wie kann der Beratungssuchende nun für sich herausfiltern, ob der Wunschberater einen auch weiterbringt?

 

In erster Linie empfehlen wir den Kunden erst mal eine Mail an den Berater zu senden, damit dieser weiß, dass es Sie gibt und Sie in einem „DREI ZEILER“ kurz angeben, worum es Ihnen geht.

 

Hier dürfen und sollen Sie genauso schreiben, wie Sie denken. Punkt und Komma sind ebenso egal, wie Groß- oder Kleinschreibung oder gestöpselte Sätze.

Botschaft und Aufgabe erkennen

 

Ein guter Berater zieht nur die Botschaft raus und erkennt die Aufgabe, dass er/sie Ihnen antwortet und einen Termin für ein kurzes Telefonat vorschlägt.

 

Auch beim Telefonat, welches zw. 15 - 30 Minuten dauert, dürfen und sollen Sie so reden, wie Sie reden. DENN es ist wichtig, dass der Berater zu Ihnen passt.

Wenn Sie sich hier verstellen müssen, damit der Berater Sie und Ihr Anliegen ernst nimmt, dann dürfen Sie sich getrost einen anderen Berater suchen.

 

Das kurze Erstgespräch über das Telefon soll Ihnen die Möglichkeit geben, erste Fragen zu stellen, sofern Sie überhaupt welche haben. Im überwiegenden Fall fragt der Berater Sie sowieso etwas.

 

OBACHT! Der Berater wird am Telefon NIE sagen, dass das schwierig ist ODER dass es sehr viel kostet. Sollten Sie beim oder nach dem Gespräch gefühlt diesen Eindruck haben, dann dürfen Sie Ihrem Bauchgefühl vertrauen und sich einen anderen Berater suchen.

 

Das gleiche gilt auch für diesen beliebten Sport, dass dem Beratungssuchenden vermittelt wird, dass er/sie/d ungenügend ist ODER man ja so viel zu tun habe und man als Kunde doch dankbar sein sollte, dass der/die/das Berater sich erbarmt Zeit zu haben.

 

So einen Berater dürfen Sie getrost in die TONNE treten, um es mal einfach auszudrücken.

Für alle Beratungssuchenden gilt: 

 

Sie geben NIE, zu keiner Zeit, irgendeinem Fremden am Telefon oder per Mail Betriebszahlen weiter! NIE! Weder Umsatz, noch Gewinn, noch die BWA- oder die Bilanzzahlen.

 

Sie dürfen sagen, dass es etwas zwickt. Oder, Sie hätten gerne mehr x, y, z. Aber echte Zahlen sind für Unbekannte „tabu“.

Persönliches Kennenlernen

 

Wenn Sie einen guten ersten Eindruck im Telefonat vom Berater haben, sollten Sie den Termin zum persönlichen Kennenlernen annehmen. Erst im persönlichen Termin rundet sich Ihr Bild von den Fähigkeiten des Beraters etwas weiter ab.

 

Hier MUSS der Berater vorbereitet sein und Ihnen die Möglichkeit geben, alles zu Ihrem Anliegen zu erzählen. Auch hier dürfen Sie vollkommen unsortiert Ihre Gedanken zum Problem, zum Vorhaben, zu den Mitarbeitern, zu möglichen Schieflagen von sich geben.

 

Ein guter Berater strukturiert das live ohne Netz und doppelten Boden während Ihres Redeflusses gleich durch.

 

OBACHT! Schreibt der Berater nichts mit, ODER stellt der Berater keine Fragen, ODER wirkt planlos im weiteren Vorgehen, dann dürfen Sie getrost…. Sie kennen die Antwort.

 

Das gilt übrigens auch dann, wenn Sie den Eindruck haben, dass der Berater Ihnen etwas verschweigt. 

Termine und Fairness

 

Zum guten Miteinander gehört auch, dass die Termine eingehalten werden. Sowohl vom Berater als auch vom Beratungssuchenden. Wer zum geplanten Termin, ob nun telefonisch oder persönlich, keine Zeit hat, SOLLTE rechtzeitig absagen.

 

Nicht erreichbar sein oder eine Stunde vor dem Termin absagen, zerschießt selbst das beste Zeitmanagement eines Beraters.

 

Fairness braucht es hierzu auf beiden Seiten, denn kostenloses Telefonat und persönliches Gespräch bedeutet nur, dass es Sie als Kunden nichts kostet.

 

Dem Berater jedoch kostet es mehr als der Kunde denkt. Betriebswirtschaftlich kommt da einiges auf den Berater zu. Raum, Strom, andere Nebenkosten sowie Löhne & Gehälter fallen auch dann an, wenn der Kunde den Termin verschwitzt hat.

Ein, zwei oder drei Berater konsultieren?

 

Im Grunde ist es sehr leicht einen Beratungstermin bei einem qualifizierten Berater zu bekommen und es macht auch Sinn, bei echtem Beratungsinteresse, gezielt auch zwei bzw. maximal drei Berater anzusprechen, um einen Eindruck über die mögliche Zusammenarbeit zu bekommen.

 

Das Internet ist voll von Beratern, ob nun selbst ernannt oder akkreditiert. Die Kunst besteht immer darin für den eigenen Beratungsinhalt den richtigen Berater zu finden. Da ist es egal, ob ein Trusted Shop oder Top Consultant oder was auch immer für ein Siegel die Homepage ziert. Wir empfehlen immer die Siegel zu googeln und selbst nachzuforschen, wie man zu diesen Siegeln kommen kann.

 

Wir sagen dazu: ERHELLEND! 

 

Im Idealfall suchen Sie sich einen Berater, der mit jeder Beratung auf Qualität geprüft wird.

 

Das heißt, dieser muss ein QM-Handbuch (Qualitätsmanagement-Handbuch) besitzen und Protokolle (6-10 Seiten je Termin) sind neben einem Abschlussbericht wesentlicher Vertragsbestandteil. 

Warum sind Protokolle wichtig?

 

Niemand, auch der Berater, ist in der Lage die Inhalte aus mehreren dreistündigen Terminen wieder zu geben. Was war das Thema, was wurde besprochen, welches Hintergrundwissen wurde vermittelt und was sind Ihre to do?!

Diese inhaltlichen Schwerpunkte sind elementar für Beratungssuchende, um erstens aktiv mitarbeiten zu können und zweitens im Nachgang immer wieder alleine auf die Inhalte aufbauen zu können.

 

Ein guter Berater zeigt Ihnen ein DS-GVO konformes anderes Protokoll, damit Sie ein Bild davon bekommen. Erläutert Ihnen wie er/sie vorgeht und was Sie konkret damit anfangen können.

 

Auch beim Abschlussbericht gibt es erkennbare qualitative Unterschiede:

 

1. Der zwei Seiten Spezi schreibt über Ihre Unternehmerpersönlichkeit.

2. Der gute Berater fängt bei 12 Seiten erst an, weil er/sie Ihren Betrieb auf links gedreht hat und kann betriebliche Veränderungen auch in Betriebszahlen packen. 

 

Kann sich jeder eine gute Beratung leisten?

 

Kaum ein Unternehmer weiß, dass er/sie/d eine Beratung über Förderprogramme in Anspruch nehmen kann.

 

Und dann kommt noch das Dilemma mit der eigenen Schuldfrage dazu. Was denkt der Berater von mir? Was habe ich alles falsch gemacht?

 

Wie bereits schon oben erwähnt, ist die Schuldfrage dem guten Berater egal.

 

Wer Sie sind, woher Sie kommen, welche Schuhgröße Sie haben, wie, warum, weshalb IST dem Berater „wurscht“.

 

Es geht um die Sache, Ihren Betrieb, Ihre Mitarbeiter, Ihre Existenzgründung, Ihre verzwickten Themen und dem BLICK NACH VORNE!

 

Und glauben Sie mir, gerade die verzwickten Themen machen dem Berater am meisten Spaß.

 

Hier braucht der Berater so alles an Wissen, was die persönliche und fachliche Entwicklung des Beraters so hergibt. BWL, IT, Logik, Finanzen, Produkt oder Dienstleistung, Vertrieb, Marketing, Mechanismen des Kaufverhaltens, rechtliche Würdigung, uvm.

 

Ein grandioses Feld für einen qualifizierten Berater.

 

PS: Manchmal kommen die Themen recht harmlos daher, aber haben es in sich.

 

Also, nur Mut, kurz einen drei Zeiler gemailt und schon kann sich Ihr  gordischer Knoten lösen.

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