7 Tipps für einen wirkungsvollen Businessplan 

Autor: Bernd Meier / Datum: München, den 11.12.2019 / Kategorie: Unternehmensberatung, Existenzgründung, Nachfolge, Geschäftsübernahme, Tipps, Businessplan, Beispiele, konzeptionelle Fehler, Kapitalbedarfsplan, Liquiditätsplan, Finanzplan,

Wenn die Bank einen Businessplan ablehnt, dann wir oft von konzeptionellen Fehlern gesprochen. Wichtiges und Gutes fällt bei über 1000xxx Hinweisen, was alles bei einem Businessplan falsch gemacht werden kann, hinten runter. Wo, wann, wie beginnt man und was hilft, wenn der zündende Gedanke oder rote Faden auf sich warten lässt. 

Tipp 1: Grammatik- und Rechtschreibprüfung von Word nutzen

 

Für jedes Dokument, das erstellt wird, gibt es eine einzige Regel, die beherzigt werden sollte. Das Nutzen der Grammatik- und Rechtschreibprüfung. Es gibt eine gewisse Sicherheit, denn Buchstabendreher sind leicht zu überlesen und ändert man im Satz den Satzbau kann aus einem Adjektiv ein Substantiv werden.

 

Die Grammatik- und Rechtschreibprüfung als kleines Helferlein (meckert in rot oder grün) zu sehen schafft Freiraum für die wichtigen Dinge im Leben. Beim Businessplan ist das der Inhalt.

 

Dass auch Word hin und wieder Schwächen hat, ist jedem bekannt, doch können durch Nutzung von Rechtschreibprüfungen 90-95%ige bessere Rechtschreibergebnisse erzielt werden. 

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Vermeiden konzeptioneller Fehler im Businessplan

  • Mustervorlage verwenden
  • Alle Fragen und Themen beantworten
  • Recherchieren, abwägen, formulieren
  • Zeit lassen
  • Dran bleiben!

 

Tipp 2: Mustervorlage Businessplan verwenden

 

Jeder, der zum ersten Mal einen Businessplan schreibt, kommt NIE von selbst auf die wesentlichen Inhalte und Fragestellungen, um fundiert über die Geschäftsidee Auskunft geben zu können.

 

Daher hat das Internet zahlreiche Mustervorlagen in der google Suche quasi vorrätig. Hier ist es immer besser eine Vorlage zu nutzen, die zu den Überschriften erläuternde Fragen als Unterpunkte hat. Durch die Beantwortung dieser Fragen bleibt jeder in der Struktur und kommt vorwärts.

 

Wenn eine Frage kompliziert klingt und man mehr Fragezeichen als Antworten hat, empfiehlt es sich die Frage mal zu googeln und sich einen Hinweis aus dem Internet zu erarbeiten. Nicht immer erfolgreich, allerdings besser als ignorieren.

Tipp 3: Frustpegel kennen

 

Einen Businessplan selbst zu schreiben lässt die meisten irgendwann verzweifeln. Weil die Idee buchstäblich auf links gedreht und mannigfach durchleuchtet wird. Das kostet in erster Linie Zeit und viele Nerven. Vor allem, weil Einiges recherchiert werden muss. Sei es die Fragestellung selbst oder sei es eine bessere Formulierung. Man fühlt sich wie in der Schule und braucht hin und wieder den Sitznachbarn (google), bei dem man den zündenden Gedanken aufschnappt oder gar einen Satz abschreibt.

 

Hier darf man übrigens seine Erfahrung mit einbringen. Wenn eine Frage zu komplex oder das Kapitel (Marketing, Marktanalyse) noch irgendwie schwammig ist, dann darf man getrost zum nächsten Punkt springen und im Laufe der Zeit wieder die unbeantworteten Fragen durchgehen. So kommt man durch Vorwärts- und Kontrollschleifen Stück für Stück weiter.

 

Wer darum weiß, dass es zeitaufwändig und nervig ist, der/die/d kann diesem Prozedere mit einem Lächeln begegnen, denn alles hat seinen eigenen Zeitplan.

 

Auch, wenn der Ersteller meint in 3 Stunden den Businessplan schreiben zu können, kommen unterm Strich 40 Stunden raus, die sich zum Teil auf 10 Monate verteilen. Also alles im grünen Bereich.

Tipp 4: Das Summery erstmal vergessen

 

Es soll solche Cracks geben, die angeblich das Summery – also die informative Zusammenfassung der Geschäftsidee auf 1-2 DIN A4 Seiten schreiben BEVOR die Idee durchdacht formuliert und erarbeitet wurde.

Wer sich die Zeit spart, den Businessplan zu erarbeiten, schreibt den Businessplan für den Abfalleimer. Oder ist einem Gaukler aufgesessen. Nichts gegen Gaukler, aber das Summery schreibt der Ersteller zum Schluss. IMMER!

 

Der Trick dabei ist, dass JEDER beim mehrfachen auf Linksdrehen und durchleuchten der Idee am Schluss eine perfekte und kurzweilige Zusammenfassung aus dem Ärmel schütteln und aufs Papier bringen kann. Und immer an die Rechtschreibprüfung denken!

 

Diese kurzweilige Zusammenfassung hat dann der Ersteller sogar so gut drauf, dass er/sie/d im Bankgespräch oder Geschäftspartnern die Idee fundiert mit sachlichem Hintergrund auf den Punkt bringen kann. Das nimmt die Nervosität und gibt Sicherheit.

Tipp 5: Ruhig bleiben bei Kundennutzen, Mehrwert, Alleinstellungsmerkmal

 

Bei diesen hübschen drei Begriffen findet sich auch immer die Zielgruppe bzw. die Zielgruppenkommunikation wieder. Alleine bei diesen Begriffen winken 9 von 10 ab und formulieren irgendetwas oder sie lassen diese Kapitel schlicht weg.

 

Tipp 5 sagt hier im Grunde nur „ruhig bleiben“ und „an der Mustervorlage und Fragestellungen bleiben“. Dazu braucht es weder ein Studium noch hochtrabende Kunst. Hier heißt es einfach, weiter so.

 

Denn die eigentliche Aufgabe heißt hier, den Umgang mit Unwägbarkeiten und vielleicht auch doofen Fragen zu erlernen. Eine Eigenschulung auf hohem Niveau, das jedem Ersteller im zukünftigen aktiven Tagesgeschehen als Unternehmer/Selbständiger im Umgang mit Kunden oder Gesprächspartnern zugutekommt.

 

Der Leitfaden könnte wie folgt lauten: 1. Ahja  2.Was soll das sein   3.Was sagt google dazu  4. Achso   5. Ja, können wir!

 

Es darf übrigens jede Suchmaschine genutzt werden. Bitte jedoch immer daran denken, dass viele gute Inhalte im Internet nicht Response-fähig sind und deswegen gar nicht auf Handy angezeigt werden. Der gute alte Rechner hat hier definitiv Saison!

Tipp 6: Lachen erlaubt

 

Irgendwann kommen auch die Kapitel über den Ersteller (Gründer oder Nachfolger) sowie das Produkt oder die Dienstleistung als auch das Vertriebskonzept (Marketing) oder den Wettbewerber oder die SWOT (Stärken/Schwächen-Analyse). Hier will so ziemlich jeder schreiben: „weil ich so schön bin und so super toll und unser Produkt ist auch super toll“. Wettbewerber haben wir nicht und Schwächen sowieso nicht.

 

Und genau deswegen schreiben viele ein verkünsteltes und ernsthaftes Gebilde, das so gar nicht den Tatsachen entspricht. Wenn der Businessplan nun gut werden soll und beim Erstellen leider der Maulkorb vor dem Erstellen aufgesetzt wird, dann ist es besser das Prinzip Businessplan zu verstehen.

 

Der Businessplan lebt und wird in Runden geschrieben. Gute Businesspläne haben zwei bis drei Runden, also Versionen, bis es passt.

 

Der Ersteller ist gut beraten mit viel Humor und Augenzwinkern genau hin zu schreiben „weil ich so schön bin und….“ Dann darf man das Werk zur Seite legen und nach frühestens einer Woche mit einem herzlichen Lachen das auf die Pauke hauen anpassen.

 

Zum Schluss hat sich jeder dem Wettbewerber gestellt und diesen auch gefunden und weiß von den eigenen als auch absatzbehindernden Schwächen.

 

Mit dieser Art des Vorgehens wird methodisch erlernt wie generell mit Themen umgegangen werden kann, die sich erst erschließen (verstehen) müssen. 

Tipp 7: Kapitalbedarfs-, Liquiditäts-, Finanzplan sind doch das Beste von allem

 

Ganz ehrlich?! Wer hier sagt, dass das alles iiiii und uuuu ist, der braucht das Dagobert-Gefühl. Sachlich betrachtet hat jeder Ersteller nur EIN ZIEL. Zu wissen, was mit dem Business herauskommt.

 

In EURO und so exakt wie möglich! Also der Tatsache, was abzüglich der Kosten und Steuern im Geldbeutel des Inhabers bleibt. DAS schon VORHER zu wissen, hilft bestimmte Dinge zu tun oder nicht zu tun oder an Stellschrauben zu drehen (Produkt/Kunde).

 

Wenn man es unter dieser Perspektive betrachtet, dann können Zahlen Spaß machen, erhellend sein und auch als Steuerungsinstrument verwendet werden. Daraus abgeleitete Kennzahlen werden von der Bank zu Beurteilung der Geschäftsidee herangezogen.

 

Dahingehend ist es immer gut zu wissen, dass die selbst erarbeiteten Zahlen stimmig sind, das Geschäft so funktionieren kann, dass auch Engpässe (wenn es anders kommt als gedacht) finanziell berücksichtigt wurden.

 

Für den Ersteller ist es insofern gut zu wissen, wenn er/sie/d Fremdkapital benötigt (Darlehen), wie lange eine Koexistenz mit der Bank andauern kann.

 

Zu 30% stellen Gründer oder Nachfolger sogar fest, dass durch die veränderte Betrachtung und das auf Linksdrehen eine Eigenfinanzierung möglich ist und keine Bank benötigt wird.

 

Oftmals entscheidet sich dann der Schritt in die Selbständigkeit in Stufen, um hier die nötige Kapitaldecke selbst zu erarbeiten.

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