4 Fehler und Irrtümer bei der Digitalen Transformation

Autor: Stefan Krüger / Datum: München, den 05.06.2020 / Kategorie: 
Unternehmensberatung, Digitalisierung, Fehler, Social Media for Business, Digitalisierung, Digitale Transformation

Menschen, Technologien und Gesellschaften verändern sich stetig. Hierbei gibt es im Kreislauf des Berufs- und Arbeitsleben immer wieder DIE entscheidenden Stellschrauben, die zu Erfolg oder Misserfolg führen oder geführt haben.

 

Geschäftsmodelle, das Arbeiten selbst sowie Kommunikations- und Verhaltensweisen prägen dabei permanent das gesellschaftliche Miteinander.

 

Mit dieser Veränderung scheinen alte „Arbeits“-Muster ihre Gültigkeit zu verlieren.

 

Um den Anschluss halten zu können, braucht es mehr als den reinen Ansporn, denn die Chance der Digitalisierung kann profitabel! 

Irrtum 1: Online Handel (e-Commerce)

 

Erfolgversprechend und sehr effektiv! Den Verkauf auf den Onlinehandel auszurichten ist immer dann sinnvoll, wenn ein sogenannt handelbares Produkt über diesen Kanal einfach und effektiv an die Zielgruppe gebracht werden kann.

 

Der Markt der Handelsgüter ist fast unendlich und sehr gut erschlossen. Für schwer erklärungsbedürftige Produkte oder Leistungen, die nicht durch den e-Commerce Äther passen, ist der Online Handel ein schwer erreichbares Ziel.

 

⚠️ In erster Linie liegt der Irrtum in der falsch verstandenen Zielgruppe als auch dem eigenen verkaufsfähigen Produkt.

 

Sicherlich könnte man einen Hausbau auch über einen Online Shop bestellen, jedoch passt das theoretisch kaufbare Produkt nicht ganz zur nachfolgenden Umsetzung.

 

An dieser Stelle „der nachfolgenden Umsetzung“ erklärt sich recht simpel, warum viele Dienstleistungen nicht für den e-Commerce (Online Handel) geeignet sind.

 

Auch, wenn so mancher selbst ernannte Experte den ultimativen Shop oder das Kunden-Fang-Baukasten-System verkauft. In letzter Konsequenz wird selten der Kunde dort gefunden, wo er sich angeblich aufhält.

 

⚠️ Passt das eigene Produkt oder Dienstleistung nicht zum e-Commerce, ist der Online Handel der falsche Point of Sale (POS). 

Irrtum 2: eWerbung auf Social Media Plattform (Facebook, LinkedIn, Xing, Twitter)

 

Jede noch so gut gemeinte Werbe- bzw. Verkaufsstrategie läuft ins Leere, wenn die Beschreibung der Zielgruppe „lebt in Deutschland“, „ist zw. 18-65 Jahre“ lautet.

 

Das Interesse dahinter, jedem die Werbeanzeige oder den Werbepost zu zeigen, ist in der Streuung für den Plattform-Anbieter recht profitabel.

 

Mehr Verständnis zur gewählten Social-Media-Strategie kann sich durch einen veränderten Betrachtungswinkel ergeben.

 

Werbung war und ist sinnvoll. Gerade in Zeiten der Veränderung und den neuen technischen Möglichkeiten, ist eine Anpassung an die Werbeoberfläche Pflicht.

 

Über Relevanz, Reichweite und Wirksamkeit streiten sich die Digital-Strategen.

 

  • Was für das eine Unternehmen gute Erfolge erzielt hat, kann für ein anderes Unternehmen schlichtweg verschwendete Zeit sowie Geld sein.

 

Die Frage lautet im Umkehrschluss, was eine Aneinanderreihung von Werbeplakaten bringen soll, wenn es dem Kunden fast unmöglich ist durch den Algorithmus oder der scroll-Geschwindigkeit oder den minütlich eingestellten Posts irgendetwas zu erkennen.

 

Ähnlich dem vorbeifahrenden Auto an einer Litfaßsäule, ist dem Fahrzeugführer der Umstand, dass es diese Säule gibt bewusst. Jedoch ist es dem Vorbeifahrenden unmöglich – außer Farbe – etwas gezielt wahrzunehmen.

 

Ganz so schnell ist die Plattform zwar nicht, doch das Prinzip kommt der Sache schon ziemlich nahe.

 

  • Entweder landet diese „eWerbung“ im unendlichen Nichts des Werbeträgers (Plattform) oder ein Wort, ein Bild, eine gewagte These haben zu einem Klick geführt.

 

Unterschätzt, jedoch vielfach genutzt, wird mittlerweile „Werbeanzeigen verbergen“. Das fällt dem Absender der eWerbung nicht auf, denn bis dato gibt es keine Rückmeldungen von Werbeträgern, wie viele Werbeanzeigen nach der Anzeigenveröffentlichung vom Nutzer (Leser) gesperrt wurden!

 

Investiert man zum Beispiel 250Euro im Monat in diesen Werbeträger und purzelt nur ein einziger Kunde heraus, der dann ab 3.500Euro aufwärts beim „Digital-Strategie-Anbieter“ für irgendwas mit Medien bezahlt, könnte sich das Verkaufskonzept rechnen.

 

⚠️ Bezogen auf Dienstleistung zeigt die Erfahrung, dass nicht einmal EIN Kunde zum Kauf oder Abschluss gefunden werden kann, denn es sind mehr Anbieter für Social-Media-Strategie mit eWerbung unterwegs als Interessenten!

Irrtum 3: Homepage reicht als Internet-Strategie

 

Unabhängig von Werbeträgern im Social Media Bereich, gibt es immer noch das gute alte Internet.

 

Darunter muss man leider differenzieren und eher die Gesamtheit der verwendeten Datenräume sehen.

 

Je nachdem, wo der Nutzer einsteigt, steht eine anderer Kopf dahinter. Explorer, Chrome, Firefox, uvm.

 

Gewohnt an die bekannten Suchmaschinen google, Bing, Yahoo, etc.,  kommt mal mehr oder mal weniger Ergebnis zum Vorschein.

 

Wer sich mühelos bei google findet, findet sich oftmals gar nicht auf Bing. Auch, wenn man auf Bing einen Firmeneintrag hat.

 

❗ Was bringt einem die beste Strategie, wenn der Kunde, den man haben möchte, wo anders surft?

 

Sobald man diese gedankliche Hürde genommen hat, stehen die nächsten Aufgaben im Marketing – im Sinne sichtbar im Internet -  an:

 

  • Homepage
  • Neukundengewinnung
  • Online-Shop
  • SEO

 

⚠️Es ist sehr ratsam und empfehlenswert immer wieder mal einen fachlich versierten Juristen hinzu zu ziehen, denn hier lauern weitere Hürden:

 

  • Internetrecht
  • Pflichtangaben
  • Rechtsgrundlagen
  • Cookie-Richtlinie
  • DSGVO, uvm.

 

Nicht alles, was der Internet-Stratege empfiehlt, ist so erlaubt oder ist bereits vom Gesetzgeber geregelt worden!

 

Ein Unternehmen in Deutschland sollte eine Homepage haben. Nicht, weil das so schön hübsch ist. Nein, sondern: 

 

✅ 95% der interessierten Kunden googeln den anderen,

✅ um zu sehen, was das Unternehmen macht,

✅ um mehr zu erfahren,

✅ um sich ein Bild von Unternehmen zu machen.

 

Irrtum 4: Grundsätzlich falsche Annahmen zur Digitalen Transformation

 

Werbeträger (Social Media Plattformen), e-Commerce sowie Internet sind nur ein Teilbereich des ausschöpfbaren Marketing.

 

Eine Unternehmensstrategie zur Digitalisierung mit maßgeblichen Erfolgsfaktoren beinhaltet weitere Elementarbausteine und bezieht das ganze Unternehmen mit ein:

 

  1. Mögliche digitale Potenziale im gesamten Unternehmen (was stellt das Unternehmen her, wie wird im Unternehmen gearbeitet, computerisiert oder schon digitalisiert)
  2. Kenntnisstand und Reifegrad der Computerisierung bzw. Digitalisierung (Teilbereiche, Geschäftsfelder, Tätigkeiten, Produkte, Dienstleistungen, uvm.)
  3. Chancen und Risiken (Rechtlich, technisch, methodisch)
  4. Geschäftsmodell Entwicklung (digitalisierungsfähig)
  5. Neuausrichtung des Geschäftszweck unter Berücksichtigung digitaler Möglichkeiten

 

⚠️ Last but not least muss das gesamte Konzept (Digitale Transformation) sowie die Umsetzung der IT-Sicherheit Stand halten. 

Ihr Effizax-Team

 

Festnetz: +49 89 23 75 44 36

 

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